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Das Mädchen Anja hat es nicht leicht, denn sie hat keine Eltern mehr. Sie hat
zwar das Glück, bei einer Stiefmutter und deren Tochter leben zu können, doch
gut behandelt wird sie dort nicht. Anja hat ein gutes Herz. Es ist tiefster
Winter und weil ihr die Tiere des Waldes am Herzen liegen, füttert sie sie. Als
die herzlose Stiefmutter das sieht, schickt sie das Mädchen trotz Eiseskälte in
den Wald um Holz zu holen. Im Wald trifft Anja einen Soldaten. Die kindliche
Zarin hat ihn in den Wald geschickt um einen schönen Tannenbaum für sie zu
schlagen. Anja tut ihm leid, er hilft ihr das Holz zu besorgen. Da Anja sich im
Wald ganz gut auskennt, zeigt sie dem Soldaten zum Dank die schönste Tanne die
sie kennt. Die Zarin ist zufrieden mit der Tanne. Sie ist noch sehr jung, etwa
so alt wie Anja und somit eigentlich noch ein Kind. Trotzdem wagt es niemand,
ihr zu widersprechen. Besonders ihr Lehrer hat es schwer. Ständig zwingt sie
ihn, z.B. falsche Ergebnisse beim Rechnen als richtig zu bewerten. Während einer
Unterrichtsstunde entdeckt sie in einem Buch ein Bild von Schneeglöckchen. In
ihrem kindlichen Kopf hat sich diese Blume nun als ihre Lieblingsblume
festgesetzt. Obwohl es allertiefster Winter ist, verlangt sie nach den Blumen.
Sie bittet das Volk, ihr Schneeglöckchen zu beschaffen. Wer ihr einen Korb voll
davon bringt, wird ihn mit Gold gefüllt zurück erhalten. Als Anja´s Stiefmutter
das hört, wird sie ganz gierig. Sie ist der Meinung, das Anja sich doch so gut
im Wald auskennt, das sie es schon schaffen wird die Blumen zu finden. Obwohl
draußen ein schwerer Schneesturm tobt, jagt sie das arme Mädchen nach draußen.
Anja ist klar, das sie ohne Schneeglöckchen nicht wieder nach Hause kann.
Verzweifelt macht sie sich auf die hoffnungslose Suche...
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